Lymphologie

Das Lymphgefäßsystem ist ein Transportsystem, das in unserem Körper zusätzlich zum Blutgefäßsystem besteht.

Es nimmt die in Wasser gelösten Eiweiße zum Abtransport auf. Diese eiweißhaltige Gewebsflüssigkeit heißt Lymphflüssigkeit bzw. Lymphe und ist farblos.

Bei einer Schädigung des Lymphgefäßsystems bleiben Eiweiße und Gewebsflüssigkeit im Gewebe zwischen den Zellen liegen. Es kommt zu einer Gewebeschwellung, dem Lymphödem.

Lymphödeme können aufgrund einer angeborenen Fehlbildung oder einer im Laufe des Lebens erworbenen Schädigung der Lymphgefäße (Infektionen, bösartige Tumore, Operationen) auftreten.

Diagnostik

  • Farbkodierte Duplexsonographie
  • Differentialdiagnostik von Lymph-, Phleb- und Lipödemen

Von großer Bedeutung bei der Diagnostik ist die Abgrenzung des Lymphödems vom Phlebödem (Beinschwellung durch Venenerkrankungen wie Krampfadern oder Thrombosen siehe Phlebologie) und Lipödem (Beinschwellung durch Flüssigkeitsansammlung im Fettgewebe), da diese Ödeme anders therapiert werden.

Therapie

Das Lymphödem wird in vier Stadien eingeteilt. Je früher eine geeignete Therapie beginnt, umso größer sind die Chancen, das Fortschreiten zu verhindern und den Zustand zu verbessern.

Therapie der Wahl ist die komplexe physikalische Entstauungstherapie (KPE), die sich aus vier Bausteinen zusammensetzt und selbst im schwersten Stadium beachtliche Erfolge erzielen kann.

Sogar die Rückführung in ein vorangegangenes Stadium ist möglich.

  • Manuelle Lymphdrainage (MLD)
  • Kompressionstherapie
  • Bewegungstherapie
  • Hautpflege

Die Gabe von Diuretka ("Wassertabletten") ist dabei ungeeignet und ohne Erfolg.

Patienten - Info

Lymphödem

  • Aufbau und Funktion des Lymphgefäßsystems
  • Einteilung der Lymphödeme
  • Stadien des Lymphödems
  • Therapie des Lymphödems
  • Empfehlungen und Tipps